Teuer sind dagegen Studiengänge wie Natur- und Ingenieurwissenschaften und vor allem: Medizin. Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamts. Ein Student der Humanmedizin kostet eine Uni im Jahr durchschnittlich 31.690 Euro, ein angehender Veterinärmediziner immerhin 18.730 Euro.
Um ohne Abitur zugelassen zu werden, benötigt der Bewerber eine fachgebundene Hochschulreife. Um diese zu bekommen, ist in der Regel eine abgeschlossene Ausbildung, Berufserfahrung und ein Einstufungstest notwendig.
Das Studium der Humanmedizin dauert mindestens sechs Jahre und drei Monate. Im Gegensatz zu medizinverwandten Studiengängen wie den Gesundheits- und Pflegewissenschaften ist es nicht in Bachelor und Master eingeteilt, sondern wird mit dem sogenannten Staatsexamen beendet.
- Anatomie. Die Anatomie ist sicherlich eine der spannenderen Fächer des vorklinischen Studienabschnittes.
- Physiologie. Die Physiologie widmet sich den Funktionen des menschlichen Körpers.
- Physik, Chemie, Biologie.
- Biochemie.
- Psychologie und Soziologie.
- Organisation des Studiums.
- Pflegepraktikum.
- Lernaufwand, Klausuren.
Keine Studiengebühren an öffentlichen UnisGrundsätzlich gibt es derzeit in keinem deutschen Bundesland allgemeine Studiengebühren. Das bedeutet, dass du für dein Erststudium an keiner öffentlichen Hochschule oder Fachhochschule bezahlen musst. Auch in NRW gibt es keine Studiengebühren.
Wenn du es geschafft hast, einen Studienplatz zu ergattern, wartet ein langes und lernintensives Studium auf dich. Sowohl die Anzahl der Semester als auch die Menge des Lernstoffs machen das Medizin-Studium zu einem der schwierigsten Studiengänge.
In Deutschland musst du den Numerus Clausus dafür schaffen und der liegt, je nach Bundesland, zwischen einem Notendurchschnitt von 1,0 und 1,4.
Neben dem erforderlichen Notendurchschnitt (Numerus Clausus), der für Medizin oft bei 1,0 liegt, können sich aber auch Wartesemester oder medizinische Vorkenntnisse auf die Zulassung auswirken.
Medizin Studieren ohne Abitur ist also wie folgt möglich: Abgeschlossene Mittlere Reife. Abgeschlossene 2-jährige Berufsausbildung mit Note besser als 2,5. 3 Jahre Berufserfahrung im medizinischen Umfeld.
Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem medizinischen oder pflegerischen Beruf vorweisen kann und die jeweilige Tätigkeit mindestens drei Jahre ausgeübt hat, kann eine Hochschul-Zulassung erhalten, die ausschließlich für Medizin gilt.
Heißt das, es kann jetzt jeder Medizin studieren? Nein. Das Studium der Humanmedizin ist nach wie vor zugangsbeschränkt. Nur die Voraussetzungen, unter denen Bewerber Zugang zu den Hörsälen und Laboren erhalten, sollen sich ändern.
Numerus Clausus (NC)Ja, manche Studiengänge haben einen NC. Doch keine Angst – zum einen gibt es oft genug Auswahl an Hochschulen, die zulassungsfreie Studiengänge (also ohne NC) haben, zum anderen ist die geforderte Durchschnittsnote gar nicht so hoch. Mit einem 2er- oder sogar 3er-Abschluss ist man oft schon drin.
Das Jura Studium ist oft mit einem Numerus clausus belegt, Du benötigst also einen bestimmten Notendurchschnitt, damit Dich die Uni zulässt. Den NC berechnen die Hochschulen jedes Jahr neu. In der Regel benötigst Du einen Notenschnitt zwischen 1,0 und 2,5.
Auch jenseits der 30 und 40 ist ein erfolgreiches Medizinstudium möglich. Späteinsteiger in die Medizin haben sogar Vorteile.
Wo kann man in Deutschland Medizin studieren?
- RWTH Aachen. RWTH Aachen (W)
- Charité Berlin. Charité Berlin (W/S)
- Ruhr-Universität Bochum.
- Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
- Technische Universität Dresden.
- Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
- Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
- Universität Duisburg-Essen.
"Medizin ist einer der teuersten Studiengänge überhaupt", sagt Cort-Denis Hachmeister vom CHE. "Vom Labor bis zum Krankenhaus brauchen die Unis eine extrem teure Ausstattung." Dazu komme der Kleingruppenunterricht, der viele Lehrkräfte bindet. Pro Student und Jahr belaufen sich die Kosten auf mehr als 30.000 Euro.
Denn auch wenn es Medizinern natürlich frei steht, wo sie jobben, gibt es einige Stellen, die nur von Medizinstudenten besetzt werden können und mit denen man sich ganz nebenbei Erfahrungen und Wissen für die spätere Karriere aneignet. So arbeiten viele Medizinstudenten zum Beispiel als Aushilfe im Krankenhaus.
Doch von ungefähr kommen sie nicht: denn wie eingangs erwähnt, sind monatliche Studiengebühren an private Hochschulen zu zahlen. Diese liegen bei einem Psychologie Studium oder verwandten Studiengängen zwischen 300 und gut 700 Euro pro Monat.